Homburg mit oder ohne ‚Homburg‘ auf dem Kopf mit Euch fotografiert - Hochzeitsfotograf im Saarland

Homburg mit oder ohne ‚Homburg‘ auf dem Kopf mit Euch fotografiert

Schloss Karlsberg

Homburg,

das kann zweierlei Ding bedeuten. Das eine ist eine kleine Stadt im Saarland von etwa 41.000 Einwohnern. Das andere ist ein nobler Herrenhut, der im Ranking der Noblesse irgendwo zwischen Zylinder und Fedora rangiert und ziemlich retro ist. Ein stattlicher Bräutigam kann sich den auch aufsetzen, aber Eure Hochzeitsfotos werden nicht misslingen, wenn wir ohne ihn (den Hut, nicht den Gatten) auskommen müssen. Dafür will ich sorgen. Und als Joe Cocker sang „You can leave your hat on“, hat er bestimmt nicht an ein Hochzeitssetting gedacht, sondern an freizügigere Fotos. Gut, das ist ein anderes Thema. Ich möchte Euch hier Lust machen auf Hochzeitsfotos in Homburg. Dazu wollen wir schauen, was die örtliche Topographie so hergibt. Eines vorneweg: hier gibt es eine Menge Ruinen und Freunde von morbiden Szenarios kommen voll auf ihre Kosten. Die anderen bringen einen Homburg Hut mit.

Genug mit der Witzelei: eine Hochzeit ist eine ernste Angelegenheit

Sollte man meinen. Wenig Spass verstanden die historischen Franzosen mit der Stadt, da sie gerne sprengten und schleiften. Das beschert uns heute malerische Ruinenlandschaften, wo Gras über der Sache wächst und genug Gelegenheiten für Euch bestehen, Euch dem Hochzeitsfotografen in stehender, liegender oder turnender Pose darzubieten. In der 1714 reichlich geschliffenen Festung Hohenburg etwa. Das Gute dabei ist, es ist nicht weit in die Untergeschosse, wo herrliche Sandsteinhöhlen auf Euch warten als exotische Location (jedoch bei Kunstlicht). Da unten gibt’s sogar einen Bunker aus der wilden Epoche der Eigenstaatlichkeit vor 1955. Das Kaputte setzt sich fort in den Überresten von Schloss Karlsberg, das die Revolutionsgardisten gar nicht mochten und 1793 in Eure Hochzeitsfotos-Kulisse verwandelten. Reichlich zerbröselt sehen wir auch das Kloster Wörschweiler sich willig hingeben als Kontrast zum blühenden Leben der Brautleute. So, genug über Ruinen geplaudert; mit dem Freiheitsbrunnen von 1992 wird es deutlich positiver. Er mahnt an das Hambacher Fest 1832, deren Initiatoren aus dieser Gemeinde stammten, einem Hort der demokratischen Freiheit in jenen monarchischen Zeiten. Gleich drei Figurengruppen laden dazu ein, von Euch irgendwie in einer Neuinterpretation integriert zu werden. Ob uns zusammen etwas dazu einfällt? Für Freunde gediegener ‚Wir plus Kirche‘ Bilder könnte ich noch die St. Andreas Kirche in Erbach vorschlagen. Die ist kein bisschen kaputt.

Über den Autor:
Jo Schneider ist Hochzeits- und Portraifotograf aus Leidenschaft.

Ähnliche Beiträge