Heiraten relaxt und ohne Drill in Saarlouis - Hochzeitsfotograf im Saarland

Heiraten relaxt und ohne Drill in Saarlouis

Marchal Ney Saarlouis

Saarlouis war einmal durch und durch Garnisonsstadt

und zu dem Zweck unter dem Sonnenkönig gegründet worden. Ihre Anlage folgt den Gesetzen des Festungsbaus jener Zeit, Baumeister ist der berühmte Vauban. Das wird Brautpaare von heute wohl nicht viel sagen. Dabei ist doch Liebe und in dem Zusammenhang auch die Ehe ein anderes Wort für Krieg (und Frieden). Nun, die Festung von Saarlouis ist geschliffen worden. Nun passt Ihr mal auf, dass Ihr Euch nicht schleifen lasst in den auf Eure Hochzeit folgenden Jahren. Ich versuche auch nur darüber hinweg zu trösten, dass es scheinbar so wenige illustre Motive in der Stadt gibt, die für Hochzeitsfotos geeignet sind. Ich muss mich hier verstärkt auf Euch verlassen, die Kinder der Stadt und der Umgebung, mit Euren geheimen Detailkenntnissen über versteckte Orte, die Ihr Euch für Eure Fotos wünscht. Über die sagt Ihr mir Bescheid, dann gehen wir sie uns zusammen anschauen, um abzuchecken, was sich daraus machen ließe. Was nun die Festungsvergangenheit von Saarlouis als örtlicher Spezialität angeht, so gibt es noch ein paar Ecken, die übrig geblieben sind und die Euer Hochzeitsfotograf für Euch nutzbar zu machen versuchen kann. Vor allem die Vauban-Insel scheint geeignet. Denn dort stehen zwei Denkmäler mit Reminiszenz an die napoleonische Epoche: das für Marschall Michel Ney und das für den Soldaten Lacroix.

Der Fotograf sucht und späht von seinem Stativ umher…

Ebenfalls ein Relikt aus der Zeit als Sternfestung ist der Wallgraben, der zu einer städtischen Parkanlage wurde, in welche man ein pilzartiges Monument mit Springbrunnen gestellt hat. Was nun die klassischen Locations für Hochzeitsfotos angeht, nämlich Kirchen, findet sich natürlich mehr als ein Bauwerk dieser Art. Am geeignetesten will mir noch die Evangelische Kirche erscheinen, schließlich ist es nicht nur der Sakralbau selbst, sondern es braucht eine pittoreskere Umgebung als asphaltierte Verkehrsflächen. Diese Kirche hier stammt von 1906, doch der Grund, dass ich sie erwähne, hat mehr damit zu tun, dass sie im Gemeindegarten ein zugängliches Labyrinth besitzt, dass man ein bisschen für optische Spielereien einsetzen könnte. Das sind jetzt aber keine mannshohen Hecken, in denen man sich verlaufen könnte, sondern nur ausgelegte Steine. Ihr würdet darinnen also der Linse Eures Hochzeitsfotografen nicht verloren gehen. Äußerlich unattraktiv, aber wenigstens innen ganz hübsch ist das Canisanium (1901). Bei Dämmerlicht könnte die ausgeleuchtete Giebelfassade der Kaserne X (1836) etwas zu Eurer Inszenierung der Hochzeit hermachen, vermutet Euer Fotograf abschließend, doch auch hier schwächelt die Umgebung.

Über den Autor:
Jo Schneider ist Hochzeits- und Portraifotograf aus Leidenschaft.

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